Was ist Makrofotografie?

Fototechnik

Für die Makrofotografie gibt es sogar eine DIN-Norm!

Gemäß der DIN 19040 ist Nah- und Makrofotografie alles was zwischen dem Abbildungsmaßstab 1:10 und 10:1 aufgenommen wurde.

Mir ist es schleierhaft, wofür diese DIN gut sein soll?

Um dies heraus zu finden müßte man die DIN 19040 kaufen. Das Geld spare ich mir allerdings und investiere es lieber in ein Fotogerät 😉

Die letzte Aktualisierung dieser DIN stammt von 1979 (Stand 2/2015). Kein Mensch macht sich bei Makroaufnahmen Gedanken, ob diese nach DIN fotografiert sind. Mit Sicherheit auch kein Berufsfotograf. Was zählt ist das Ergebnis. Das sollte einfach nur gut sein.

Die meisten Fotografen bezeichnen den Bereich als Makrobereich, den sie mit einem Makroobjektiv fotografieren können. Meist ist das bis zum Abbildungsmaßstab 1:1.

Ein Abbildungsmaßstab von 1:1 entspricht einem Bildausschnitt wie vom Aufnahmemedium. Wenn der Aufnahmechip 24x36mm groß ist, wäre das Fotomotiv ebenfalls in dieser Größe.

24x36mm

24x36mm

Die kleine Grafik entspricht der Aufnahmefläche von einem Kleinbildfilm oder vielen digitalen Spiegelreflexkameras mit Vollformat Chip.

Bei einem Abbildungsmaßstab von 1:1 wäre ein Motiv im vollen Format darin abgebildet. Alles was weiter entfernt aufgenommen worden ist hat einen höheren Abbildungsmaßstab. Den Bereich bezeichne ich meist mit Nahaufnahme. Einige Nahaufnahmen kann man bereits ohne Zubehör oder Spezial-Ausrüstungen realisieren.

Alles was darunter aufgenommen worden ist hat einen kleineren Abbildungsmaßstab. Letzteres bezeichne ich meist mit extremen Makrobereich. In dem extremen Nahbereich reicht auch ein Makroobjektiv nicht mehr aus. Hier kommen Balgengerät, Lupenobjektive, Umkehrringe, Zwischenringe oder eine Kombination daraus zum Einsatz.

Je näher man an ein Motiv, mit der Kamera, heran geht, desto größer wird die fotografische Herausforderung.

Je näher man an ein Motiv herangeht, desto geringer wird die Schärfentiefe. Stärker abblenden? Das bringt zwar eine größere Schärfentiefe aber die Gesamtschärfe verschlechtert sich durch die Beugungsunschärfe!

Rotes Blatt vom Fächerahorn (Acer palmatum)

Rotes Blatt vom Fächerahorn (Acer palmatum)

In vielen Fällen keine Lösung. Aber auch da gibt es inzwischen technische Möglichkeiten um diese Hürde auszugleichen. Aber dazu komme ich bei den Makrofoto-Tipps.

Da man im Nahbereich oft nur Millimeter Schärfentiefe hat, ist ein Stativ und Einstellschlitten die Grundlage für gelungende Fotos. Die meisten Makrofotos entstehen mit Stativ.

Es gibt aber auch Ausnahmen, wo eine Frei-Hand-Aufnahme erforderlich wird. Bei Insekten in der Natur, steigt die Trefferquote. Wie und warum verrate ich unter den Fototipps.

Bei allen statischen Motiven ist ein Stativ und Einstellschlitten zum exakten einstellen des Bildausschnittes und der Schärfe die erste Wahl.

Vereinfacht gesagt ist die Makrofotografie, das Fotografieren im leichten bis extremen Nahbereich. Je näher man an ein Motiv geht, desto mehr hat man mit der Schärfentiefe zu kämpfen.

Also ran ans Motiv!