In meinen Fotogalerien zeige ich Makrofotos aus sieben Bereichen: Käfer, Fliegen, Libellen, Spinnen, Schmetterlinge, Blumen sowie Food und Lebensmittel. Zu vielen Bildern erfährst du, wie sie entstanden sind, mit welcher Kamera und welchem Objektiv ich sie aufgenommen habe und was dabei schwierig war. So sind die Galerien nicht nur zum Anschauen gedacht, sondern auch zum Lernen.
Auch wenn die Rubrik Fotogalerien heißt, findest du hier keine reinen Bildersammlungen. Zu den meisten Fotos beschreibe ich den Aufnahmeort, die Ausrüstung und die Bedingungen vor Ort. Manche Bilder sind vor vielen Jahren noch analog entstanden, andere mit digitalen Kameras im Studio oder in der Natur. Gerade dieser Mix zeigt gut, dass gute Makrofotos weniger von der neuesten Technik abhängen als von Geduld, Licht und der richtigen Arbeitsweise.
Inhaltsverzeichnis
Was dich in den Galerien erwartet
Jede Galerie widmet sich einem Motivbereich. Zu vielen Fotos findest du die Aufnahmedaten: Kamera, Objektiv, Zubehör und oft auch den Abbildungsmaßstab. Ich zeige dabei nicht nur gelungene Bilder. Manchmal stelle ich bewusst auch ein Foto vor, das nicht perfekt geworden ist, und erkläre, was ich beim nächsten Mal anders machen würde. Aus solchen Bildern lernst du oft mehr als aus einem perfekten Treffer.
Die Fotos sind mit ganz unterschiedlicher Ausrüstung entstanden. Dazu gehören die analoge Nikon F100, die digitalen Nikon D70, D7000 und D610 und sogar eine frühe Digital-Kompaktkamera von Konica Minolta mit nur vier Megapixeln. Als Objektive kamen unter anderem das Micro-Nikkor 2,8/55 mm, das Micro-Nikkor 2,8/60 mm, das AF-S Micro-Nikkor 2,8/105 mm und ein Sigma APO 5,6/400 mm zum Einsatz. Für extreme Vergrößerungen habe ich ein Balgengerät mit einem Schneider Componon S 2,8/50 mm verwendet. Irgendwann bin ich von Nikon auf das Fuji X Kamerasystem umgestiegen. Zum Einsatz kamen die Fuji X-T2 und XS-20 mit 60 mm und 80 mm Makroobjektiv. Bei größeren Insekten eignet sich auch das Fuji 70-300 mm Zoom sehr gut.
Makrofotos von Käfern
Käfer sind die artenreichste Insektengruppe der Welt. Weit über 350.000 Arten sind bekannt. Für Makrofotografen ist das ein nahezu unerschöpfliches Themengebiet. Viele Käfer haben glänzende Panzer, auffällige Farben und feine Strukturen, die erst bei starker Vergrößerung richtig zur Geltung kommen.
Zur Übung bestimmter Aufnahmetechniken sind einige Käferfotos im Fotostudio mit präparierten Exemplaren entstanden. Mit ihnen habe ich meine ersten Versuche im Focus Stacking gemacht. Ein Rüsselkäfer aus Indonesien (Eupholus schoenherri petiti) wurde zum Beispiel auf weißem Fotokarton aus 40 Einzelaufnahmen zu einem durchgehend scharfen Bild zusammengesetzt. Bis der technische Aufbau zuverlässig funktionierte, hat es Wochen gedauert. In der Galerie siehst du die Ergebnisse und erfährst, worauf es beim Stacking ankommt. Hier geht es zu den Makrofotos von Käfern.
Makrofotos von Fliegen
Fliegen gelten als lästig, sind aber faszinierende Makromotive. Ihre Facettenaugen, die feinen Borsten und die schillernden Flügel zeigen sich erst bei starker Vergrößerung. Leicht zu fotografieren sind sie allerdings nicht. Sie sind klein, bleiben selten lange sitzen und haben eine hohe Fluchtdistanz.
Ein Beispiel aus der Galerie zeigt das gut: Für eine Kleine Stubenfliege (Fannia canicularis) an einer Hauswand waren über 80 Aufnahmen in mehreren Anläufen nötig, um drei scharfe Bilder zu bekommen. Fotografiert habe ich sie mit der Nikon D610 und dem Micro-Nikkor 105 mm im Abbildungsmaßstab 1:1. Der Autofokus war abgeschaltet. Stattdessen habe ich mich mit der Kamera langsam genähert und im Schärfebereich eine Serie ausgelöst. Ein weiteres Porträt einer Stubenfliege entstand am Balgengerät mit Abbilungsmasstab 3:1 als Focus Stack. Alle Details findest du bei den Makrofotos von Fliegen.
Makrofotos von Libellen
Libellen sind meine Lieblingsinsekten. Zwei Jahre lang habe ich sie an einem Gewässer in unserer Region fotografiert, vor allem an Verlandungsseen. Solche Gewässer entstehen als natürliche Überläufe von Flüssen und sind wertvolle Lebensräume.
In der Galerie findest du unter anderem Heidelibellen, den Großen Blaupfeil, das Kleine Granatauge, Hufeisen-Azurjungfern, Pokalazurjungfern, den Vierfleck und eine Königslibelle bei der Eiablage. Viele dieser Bilder sind mit einem 400-mm-Teleobjektiv vom Einbein- oder Dreibeinstativ entstanden, teilweise mit einem Zwischenring. Die lange Brennweite gibt genug Abstand, damit die Tiere nicht flüchten. Für eine Serie vom Großen Blaupfeil im Flug habe ich in zwei Stunden über 30 Aufnahmen gemacht. Die vier besten sind in der Galerie zu sehen. Hier geht es zu den Makrofotos von Libellen.
Makrofotos von Spinnen
Die meisten heimischen Spinnen sind kleiner als eine Libelle. Das macht ein gutes Spinnenfoto zu einer echten Herausforderung. Gute Bilder gelingen aber auch mit etwas Abstand, vor allem wenn das Netz mit ins Bild kommt.
In der Galerie zeige ich zwei Kreuzspinnen im Netz. Die erste habe ich im Sommer in der Morgendämmerung mit dem 400-mm-Tele aufgenommen. Zu dieser Zeit war das Netz noch völlig ruhig. Sobald die Sonne aufging, bewegte die Thermik das Netz so stark, dass kein scharfes Foto mehr möglich war. Die zweite Kreuzspinne entstand im Herbst vor Sonnenaufgang im Morgentau mit einem 55-mm-Makroobjektiv. Im direkten Vergleich siehst du schön, wie unterschiedlich weich der Hintergrund bei 55 und 400 mm wird. Außerdem zeige ich eine Veränderliche Krabbenspinne (Misumena vatia) mit einer erbeuteten Biene. Mehr dazu bei den Makrofotos von Spinnen.
Makrofotos von Schmetterlingen
Weltweit sind über 160.000 Schmetterlingsarten bekannt, in Deutschland kommen rund 3.700 Arten vor. Die meisten davon sind Nachtfalter. Viele Arten sind in den letzten Jahrzehnten stark zurückgegangen, unter anderem durch Pestizide und den Verlust ihrer Lebensräume. Umso wichtiger ist es, beim Fotografieren rücksichtsvoll mit den Tieren umzugehen.
In dieser Galerie geht es vor allem um die Präsentation meiner Schmetterlingsfotos. Bei einigen erkläre ich, wie sie entstanden sind. Ein Tagpfauenauge auf einem Feldweg zeige ich bewusst, obwohl es kein Spitzenfoto ist. Es war zu sonnig, zu warm, und der Falter war entsprechend unruhig. Am Beispiel dieses Bildes erkläre ich, was du besser machen kannst, vor allem mit der richtigen Tageszeit am frühen Morgen. Hier geht es zu den Makrofotos von Schmetterlingen. Wie du Schmetterlinge Schritt für Schritt fotografierst, liest du im Artikel Schmetterlinge fotografieren.
Makrofotos von Blumen
Blumen gehören zu den beliebtesten Fotomotiven überhaupt. Eine rein dokumentarische Darstellung einer Blüte finde ich meistens etwas langweilig. Im Nahbereich lassen sich dafür sehr gut kreative Gestaltungsmittel einsetzen.
Ein Beispiel ist die Blüte einer Strelitzie. Sie entstand analog mit der Nikon F100 und dem Micro-Nikkor 55 mm als Doppelbelichtung: einmal scharf und einmal unscharf aufgenommen. Dadurch entsteht ein weicher, fast träumerischer Effekt. In der Galerie erkläre ich auch, wie du diesen Effekt heute digital nachbaust. Du machst zwei deckungsgleiche Aufnahmen vom Stativ und legst sie in Photoshop als Ebenen übereinander. Außerdem findest du dort Kakteenblüten wie die rot blühende Lobivia densispina, die heute zur Gattung Echinopsis gezählt wird. Hier geht es zu den Makrofotos von Blumen.
Makrofotos von Food und Lebensmitteln
Foodfotografie ist ein eigener Bereich der Fotografie, der viele Gemeinsamkeiten mit der Makro- und Produktfotografie hat. Da ich auch einen Rezeptblog betreibe, fotografiere ich regelmäßig Gerichte und Lebensmittel. Was zunächst einfach klingt, war am Anfang deutlich schwieriger als gedacht.
Inzwischen arbeite ich mit festen Abläufen. Am aufwendigsten ist die Vorbereitung: Hintergrund, Untergrund, Zubehör und Dekoration plane ich vor der Aufnahme. Bei kalten oder rohen Lebensmitteln bleibt genug Zeit. Warme Gerichte verändern sich dagegen schnell, deshalb steht der komplette Bildaufbau im Studio, bevor gekocht wird. Ein Beispiel aus der Galerie ist eine italienische Cacciatore, aufgenommen mit der Nikon D7000, dem Micro-Nikkor 60 mm und zwei Studioblitzen mit Softbox. Mehr Bilder findest du bei den Makrofotos von Food und Lebensmitteln.
Was du aus den Galerien lernen kannst
Wenn du dir die Fotos und ihre Entstehungsgeschichten ansiehst, wiederholen sich ein paar Erkenntnisse immer wieder:
- Geduld zahlt sich aus. Viele Bilder entstanden erst nach Dutzenden Versuchen oder stundenlangem Warten an derselben Stelle.
- Die Tageszeit entscheidet. Am frühen Morgen sind Insekten ruhiger, Netze bewegen sich nicht und das Licht ist weicher.
- Die Brennweite formt den Hintergrund. Ein langes Tele löst den Hintergrund deutlich weicher auf als ein kurzes Makroobjektiv.
- Ausschuss ist normal. Im Nahbereich ist eine hohe Ausschussquote kein Zeichen für schlechte Arbeit, sondern ganz normal.
- Focus Stacking erweitert die Möglichkeiten. Bei unbewegten Motiven sorgt es für eine Schärfe, die mit einer einzelnen Aufnahme nicht erreichbar ist.
- Die Technik ist nicht alles. Auch mit älteren Kameras entstehen gute Makrofotos, wenn Licht und Arbeitsweise stimmen.
Wenn du nach dem Anschauen Lust bekommen hast, selbst loszulegen, findest du in meinen Tipps und Tricks zur Makrofotografie alle Anleitungen. Einen Überblick über die passende Ausrüstung bekommst du unter Fototechnik und Grundwissen.
Häufige Fragen zu den Fotogalerien
Mit welcher Ausrüstung sind die Makrofotos entstanden?
Die Fotos stammen aus vielen Jahren und sind mit unterschiedlicher Ausrüstung entstanden. Dazu gehören die analoge Nikon F100 und die digitalen Nikon D70, D7000 und D610 und Fuji X-T2. Als Objektive kamen Micro-Nikkore mit 55, 60 und 105 Millimetern, ein Sigma 400 mm und ein Balgengerät mit Schneider Componon zum Einsatz. Mit der Fuji X-T2 wurde mit einem 60 mm und 80 mm Makroobjektiv fotografiert.
Welches Makromotiv eignet sich für Einsteiger?
Für den Einstieg eignen sich Blumen, Blätter und unbewegte Gegenstände am besten. Sie laufen nicht weg und du kannst in Ruhe mit Blende, Licht und Perspektive üben. Danach sind Schmetterlinge und Libellen am frühen Morgen ein guter nächster Schritt. Fliegen und kleine Spinnen gehören zu den schwierigsten Motiven.
Darf ich die Fotos aus den Galerien verwenden?
Alle Fotos sind urheberrechtlich geschützt. Eine Verwendung ist nur mit meiner ausdrücklichen Zustimmung erlaubt. Wenn du ein Foto nutzen möchtest, zum Beispiel für eine Veröffentlichung, schreib mir einfach eine Mail.
Viel Spaß beim Betrachten der Fotos!
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