Bohnensack in der Makrofotografie

Fototechnik

Jetzt wird es aber seltsam?

Nein, nicht wirklich.

Was ist ein Bohnensack werden einige denken?

Ein Sack der mit Bohnen gefüllt ists. Der Begriff kommt aus dem englischen Sprachraum von bean bag. Eine sinnvollere deutsche Übersetzung ist bisher niemanden eingefallen.

Bohnensäcke werden von Naturfotografen gerne eingesetzt. Auch in der Makrofotografie kann ein Bohnensack sehr hilfreich sein.

Ein Bohnensack ist ein Stoffsack im handlichen Format. Er wird meist an der Seite durch einen Klettverschluß mit Bohnen oder anderem Material befüllt. Er kann aus unterschiedlichen Stoffen oder Materialien sein, welche möglichst wasserabweisend und weich sein sollten. Die Füllung bestand ursprünglich aus rohen Bohnen. Daher der Name Bohnensack. Man kann ihn aber auch mit anderem leichten Material füllen. Erbsen, Kunststoffgranulat etc. Damit die Füllung bei Näße kein Wasser aufnimmt, wird die Füllung am besten in Kunststoffbeutel verpackt.

Ein Bohnensack wird als Stütze und Stabilisator beim fotografieren mit Teleobjektiven oder Makrobjektiven eingesetzt.

Wenn man ihn knickt kann er auch in der Froschperspektive als Stativersatz genutzt werden.

Bei langen und schweren Teleobjektiven kann man den Bohnensack als Stützpuffer zwischen Objektiv und einer Auflage, wie einem Ast, offenes Autofenster oder einer Mauer  legen. Er schützt das Objektiv vor Verkratzungen. Er dämft Erschütterungen und beugt so Verwacklungen vor.

Für Makrofotografen die häufig aus der Froschperspektive fotografien ist ein Bohnensack ein wichtiges und sehr hilfreiches Fotozubehör.

Wer Geld sparen will, kann sich auch selber einen Bohnensack nähen oder nähen lassen und ihn mit rohen Bohnen oder Kunststoffgranulat fülllen. Die Füllung am besten in mehrere Gefrierbeutel füllen. So kann die Füllung bei Näße kein Wasser aufnehmen.