Telekonverter in der Makrofotografie

Fototechnik

Ein Telekonverter für die Makrofotografie?

Warum nicht?

Er verdoppelt die Brennweite und die kürzeste Naheinstellung eines Objektives bleibt erhalten! Der Abbildungsmaßstab verbessert sich damit.

Mit einem 2x Konverter erhält man 50% Bildausschnitt.

Ein Telekonverter hat aber auch seine Nachteile.

Zusätzliche Linsen sorgen bei einem Objektiv fast immer für eine Verschlechterung der optischen Qualität,

Telekonverter werden vom Faktor 1,4 bis 3,0 angeboten.
Der Faktor wird mit der Brennweite multipliziert.
Der Faktor wird mit der Lichtstärke multipliziert.
Die Naheinstellgrenze wird durch einen Telekonverter nicht verändert.
Bei einem 2x Konverter werden aus 105mm 210mm Brennweite. Aus der Lichtstärke 2,8 werden 5,6.

Telekonverter gibt es als 4 und 7er Linser. Die 7 Linser sind qualitativ meist besser. Von Nikon gibt es auch einen mit einer sehr hochwertigen asphärischen Linse.

Preislich liegen Telekonverter zwischen ca. 100 – 600 €. Je nach Hersteller und Qualität des Konverters.

Vorteile Telekonverter:

  • stärkeres Tele-Objektiv
  • günstiger Preis gegenüber einem neuen Objektiv
  • Verbesseret den Abbildungsmaßstab

Nachteile Telekonverter:

  • Optische Schwächen vom Objektiv werden verstärkt.
  • Optischen Schwächen vom Telekonverter wirken sich negativ auf die Bildqualität aus.
  • Lichtstärke wird reduziert.

Nur in wenigen Situationen würde ich in der Makrofotografie zu einem Telekonverter greifen.

Ein Grund wäre, daß man sowieso schon einen hat. Der einzige Grund einen Tele-Konverter für die Makrofotografie zu kaufen, sehe ich beim Einsatz mit Telebrennweiten im Freien.

Um Insekten zu fotografieren. Libellen im Flug und die vorhandenen Telebrennweiten reichen nicht aus. Dann kann aus Kostengründen ein Telekonverter Sinn machen.

Optisch besser ist immer ein Makro-Objektiv. Umkehrringe, ein Balkengerät oder Zwischenringe. Wenn es nur günstig sein soll gehen auch Nahlinsen oder etwas besser Achromate.