Einstellschlitten in der Makrofotografie

Fototechnik

Je weiter man in den extremen Nahbereich geht, desto geringer wird die Schärfentiefe.

Es wird immer schwieriger ein Motiv an der richtigen Stelle scharf abzubilden.

Allein das Ein- oder Ausatmen reicht schon aus um die Schärfe auf den falschen Punkt zu bringen. Das Motiv ist nicht scharf. Die Schärfe liegt davor oder danach.

Das kennt sicherlich jeder, der schon einmal Makrofotos gemacht hat?

Besser wird das ganze, wenn man mit einem Stativ arbeitet. Ich weiß, daß ein Stativ bei manchen Motiven hinderlich sein kann. Wer aber die maximale Schärfe erzielen will, wird auf ein gutes Stativ nicht verzichten können. Die Anzahl der korrekt scharf gestellten Fotos ist wesentlich höher als bei Freihand-Aufnahmen.

Nun kann man ein Stativ nach vorn, hinten, recht und links neigen. Man kann damit aber keine gerade Bewegung nach vorne oder hinten machen.

Genau hier kommt ein Einstellschlitten mit Feintrieb zum Einsatz. Damit kann man ein Motiv Millimeter genau focusieren und den passenden Bildauschnitt wählen.

Aber auch bei Stacking-Aufnahmen ist ein Einstellschlitten eine sehr willkommene Hilfe. Mit den Millimeter-Einteilungen kann man sehr exakt mehrere Aufnahmen mit unterschiedlichen Schärfepunkt machen und später per Software die Bilder zu einem durchgängig scharfen zusammen rechnen lassen. So kann die Schärfentiefe erweitert werden.

Ein einfacher Einstellschlitten kann nach vorne und hinten oder zur Seite bewegt werden.

Ein Kreuz-Einstellschlitten auch noch nach rechts oder links.

Was besser ist hängt vom Motiv, Aufnahmeort und der Übung die man im Umgang damit hat ab.

Ein Einstellschlitten gehört für den extremen Nahbereich zur Grundausrüstung eines ernsthaften Makrofotografen.